Die Fußbodenheizung soll in Kirchen eine maximale Oberflächentemperatur von 28 Grad erreichen. Dann erfolgt die Wärmeabgabe durch gleichmäßige, milde Wärmestrahlung und erfüllt die Anforderungen, die an das Raumklima hinsichtlich Einrichtungsgegenstände und Kunstwerke gestellt werden müssen.
Dennoch ergeben sich verschiedene Schwierigkeiten bei der Nutzug einer Fußbodenheizung in Kirchen. Zum einen reichen die nutzbaren Grundflächen in Kirchen oft nicht aus, um Kirchen komplett zu erwärmen, so dass Zusatzheizflächen angebracht werden müssen.
Sind keine Zusatzheizflächen in den Randzonen vorhanden, "fällt" die kalte Luft an den Außenwänden und Fenstern aufgrund der großen Höhen schnell nach unten. Ist die Kirche dann besetzt, ist durch die Wärmeabgabe der Besucher die größte Wärmequelle in der Mitte der Kirche. Die Wärme steigt auf und der Kaltlufteinfall an Außenwänden und Fenstern beschleunigt sich noch zusätzlich, so dass es zu erheblichen Zugerscheinungen kommen kann.
Ferner ist darauf zu achten, dass wertvolles Kirchengestühl nicht direkt auf die beheizten Flächen gestellt werden darf, da das Holz sonst in kürzester Zeit zu reißen beginnt.
Tücken beim Einbau von Fußbodenheizung in Kirchen
Beim Einbau einer Fußbodenheizung in alten Kirchen muss der Boden isoliert werden, um Wärmeverluste möglichst gering zu halten. Dabei kann der Feuchtigkeitshaushalt in der Kirche erheblich gestört werden. Darüber hinaus ist zum Neubau das Aufstemmen großer Teile des Fußbodens notwendig.
Eine wirtschaftliche Anwendung der Fußbodenheizung bleibt in der Regel auf dauernd beheizte Kirchen mit geringem spezifischem Wärmebedarf beschränkt. Für seltener beheizte Kirchen eignet sich die Fußbodenheizung auch deshalb nicht, weil sie erst nach langen Anheizzeiten voll funktionsfähig wird und in ihrer Heizwirkung sehr träge ist.